Das Spurenelement Zink ist für zahlreiche Prozesse im menschlichen Organismus unentbehrlich. Es verwundert also nicht, dass ein Mangel an Zink sowohl bei physischen als auch psychischen Erkrankungen als einer der Ursachen diagnostiziert wird. Allein die Rolle von Zink für den Stoffwechsel ist elementar. Die Bedeutung von Zink spiegelt die Vielzahl an Forschungen und daraus resultierenden Studienergebnissen wieder. Ein steter Strom neuer Forschungsergebnisse zeigt, dass die Rolle von Zink keinesfalls final geklärt ist.

Das Redaktionsteam von Zink-Portal.de hat den Versuch gewagt, in einem alphabetisch und thematisch geordneten Überblick kurze Zusammenfassungen von aktuellen Studien zu sammeln. Diese kleinen Artikel sind ursprünglich im Medizin-Telegramm erschienen. Das Medizin-Telegramm verschafft ca. 15.000 Abonnenten monatlich einen Überblick über die neuesten Studienergebnisse. Ein Teil davon bezieht sich auch auf die Rolle von Zink. Diese Beiträge finden sich untergliedert in physische und psychische Erkrankungen sowie in alphabetischer Reihenfolge im folgenden Glossar wieder. Vermissen Sie eine Studie, senden Sie uns gern eine E-Mail. Erlaubt sei an dieser Stelle auch der Hinweis, dass die redaktionelle Auswahl nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

A…

Niedrigere Zinkwerte bei Kindern mit ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) wird mit Änderungen im Stoffwechsel einiger Spurenelemente assoziiert, die an der Pathogenese dieser Störung beteiligt sein könnten. In einer aktuellen Studie fanden Wissenschaftler niedrigere Zinklevel und ein höheres Kupfer/Zinkverhältnis bei Kindern mit ADHS, verglichen mit der Kontrollgruppe. Die Kupferwerte bei den Kindern mit ADHS waren höher als in der Kontrollgruppe, jedoch nicht signifikant. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass bei den Betroffenen Änderungen der Plasmaspiegel von Kupfer und Zink vorliegen, die signifikant mit ADHS-Symptomen wie Unaufmerksamkeit korrelieren.
(Viktorinova A et al., Changed Plasma Levels of Zinc and Copper to Zinc Ratio and Their Possible Associations with Parent- and Teacher-Rated Symptoms in Children with Attention-Deficit Hyperactivity Disorder. Biol Trace Elem Res. 2015 Jun 12)

Atemwegsinfektionen

Laut einer aktuellen Studie erhöhen NSAID das Herzinfarktrisiko. Vorherige Studien deuteten bereits darauf hin, dass sowohl akute Atemwegsinfektionen (ARI) als auch die Einnahme nicht-steroidaler Antiphlogistika (NSAID wie z. B. Ibuprofen) akute Myokardinfarkte triggern können. In einigen Ländern werden diese Arzneimittel Patienten mit akuten Infekten des Respirationstraktes von Ärzten zur Linderung der Symptome verordnet. Viele Betroffene kaufen sich die Entzündungshemmer aber auch selber in der Apotheke. In der aktuellen taiwanesischen Studie mit 9.793 Patienten, die wegen eines Herzinfarktes hospitalisiert wurden, zeigte sich, dass die Einnahme von NSAID während eines ARI mit einem 3,4-fach erhöhten Herzinfarktrisiko assoziiert war, während ARI ohne den Gebrauch von NSAID mit einem 2,7-fach gestiegenen Myokardinfarktrisiko verbunden waren. Die Anwendung von NSAID, ohne dass ein akuter Atemwegsinfekt vorgelegen hat, war mit einem 1,5-fach gestiegenen Herzinfarktrisiko assoziiert. Die Forscher schlussfolgern daraus, dass der Einsatz von NSAID während ARI-Episoden, und zwar besonders die parenterale Zufuhr, mit einer weiteren Risikoerhöhung verbunden ist.

(Wen, YC.; Hsiao, FY.; Chan, KA.; et. al.: Acute respiratory infection and use of non-steroidal anti-inflammatory drugs on risk of acute myocardial infarction: A nationwide case-crossover study. J Infect Dis (2017) jiw603. Publ. 01.02.2017)

Um derartige Risiken zu vermeiden, könnten z. B. Arzneimittel mit dem Spurenelement Zink hilfreich sein. Denn eine aktuelle, polnische Arbeit weist darauf hin, dass Zink neben antioxidativen auch anti-inflammatorische Effekte besitzt. Ein Zinkmangel, im Rahmen einer bestehenden schweren Infektion, löst eine vermehrte systemische NF-κB-Aktivierung aus. Unizink® 50 versorgt den Körper mit Zink-Aspartat in Form von magenschonenden Tabletten.

(Jarosz, M.; Olbert, M.; Wyszogrodzka, G.; et. al.: Antioxidant and anti-inflammatory effects of zinc. Zinc-dependent NF-κB signaling. Inflammopharmacology. 2017 Jan 12. doi: 10.1007/s10787-017-0309-4)

B…

Blaubeeren schützen vor Myokardinfarkt

Frauen, die drei Mal und häufiger in der Woche Erdbeeren oder Blaubeeren konsumierten, verringerten ihr Herzinfarktrisiko um 32 Prozent, verglichen mit denjeniÄlterer Mann legt seine Hände auf seine stechende Brustgen, bei denen das Obst einmal wöchentlich oder noch seltener auf dem Speiseplan stand. Der Genuss dieser Früchte in jungen Jahren kann sogar das Herzinfarktrisiko für das spätere Lebensalter reduzieren und zwar unabhängig von bekannten Risikofaktoren wie Alter, Hypertonie und Adipositas. Die US-amerikanischen Forscher der Harvard School of Public Health analysierten die Daten von 93.600 Frauen im Alter von 25 bis 42 Jahren, die 4 Jahre lang Tagebuch über ihre Ernährungsgewohnheiten führten. Im anschließenden 18-jährigen Studienzeitraum wurde bei 405 Probandinnen ein Herzinfarkt diagnostiziert. Der präventive Effekt wird den enthaltenen Anthocyanen zugeschrieben, die gefäßdilatierend wirken und vor einer Thrombenbildung schützen. Vermutlich gilt dies auch für andere anthocyanreiche Obst- und Gemüsesorten wie z. B. Trauben, Brombeeren und Auberginen.

(Aedin Cassidy et al., High Anthocyan Intake Is Associated With a Reduced Risk of Myocardial Infarction in Young and Middle-Aged Women. Circulation: Journal of the American Heart Association, 2013 DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.112.122408)

D…

Beta-Glukane verbessern die Wirkung der nützlichen, probiotischen Darmbakterien

ß-Glukane aus Getreide wie z. B. Gerste besitzen immunmodulierende Eigenschaften und günstige Effekte in Bezug auf Fettleibigkeit, kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes und Cholesterolwerte. Sie werden von der Darmflora im Zäkum und Kolon fermentiert und konnten sowohl die Wachstumsrate der Mikroben (4 Laktobazillus-Stämme), die aus dem menschlichen Darm isoliert wurden, als auch deren Milchsäureproduktion erhöhen. In vitro entfalteten die ß-Glukane ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Interaktion zwischen Probiotika und Enterozyten.

(Arena MP et al., Barley ß-glucans-containing food enhances probiotic performances of beneficial bacteria. Int J Mol Sci. 2014 Feb 20;15(2):3025-39)

 

Zinkmangel und chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Zink spielt eine zentrale Rolle bei der Wund-heilung, der Regeneration von Gewebe und der Immunantwort. Obwohl ein Zinkmangel bei Patienten mit CED häufig ist, war der Einfluss niedriger Serum-Zinkwerte auf den Krankheits-verlauf bisher nicht bekannt. An einer US-amerikanischen Studie nahmen insgesamt 773 Patienten mit Morbus Crohn und 223 Patienten mit Colitis ulcerosa teil. Die Forscher stellten fest, dass ein Zinkmangel bei CED-Patienten mit einem erhöhten Risiko späterer Krankenhausaufenthalte, operativer Eingriffe und krankheitsbedingter Komplikationen assoziiert war. Eine Normalisierung des Zinkstatus führte zu einer Verbesserung der Ergebnisse. Die Studienautoren empfehlen daher eine sorgfältige Überwachung der Werte und eine Behebung etwaiger Defizite.

(Siva, S.; Rubin, DT.; Gulotta, G. et. al.: Zinc deficiency is associated with poor clinical outcomes in patients with inflammatory bowel disease. Inflamm Bowel Dis. 2016 Dec 7., DOI: 10.1097/MIB.0000000000000989)

 

Mann sitzt depremiert auf einer Bank

Zink bei Depressionen

Eine kanadische Metaanalyse zeigt, dass Depressionen mit geringeren Zinkkonzentrationen im peripheren Blut assoziiert sind. Hierbei wurden 17 Studien mit 1643 depressiven Patienten und 804 Kontrollpersonen ausgewertet. Zudem war der Schweregrad der Depressionen umso höher, je niedriger die Zinkwerte waren.

(Swardfager W et al.: Zinc in Depression: A Meta-Analysis. Biol Psychiatry, 2013 Jun 24. pii: S0006-3223(13)00451-4).

Zink und Depressionen – Ein Update (August 2016)

In Deutschland liegt die 12-Monats-Prävalenz einer schweren depressiven Störung bei männlichen Erwachsenen bei 4,2 Prozent und bei weiblichen Erwachsenen bei 9,9 Prozent. Die Zahlen basieren auf einem umfassenden und vollstandardisierten Interviewverfahren zur diagnostischen Klassifikation psychischer Störungen (CIDI) nach den Kriterien des diagnostischen und statistischen Manuals psychischer Störungen DSM-IV-TR.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass Depressionen häufig mit Entzündungen und einem Zinkdefizit verbunden sind. Ein Mangel an Zink schwächt das Immunsystem und begünstigt Entzündungen.

Zink ist zudem ein wichtiges Antioxidans, denn oxidativer Stress scheint auch an der Entstehung und Entwicklung der Krankheit beteiligt zu sein.

Heike Lück-Knobloch, Heilpraktikerin/Medizinjournalistin

(Maurya, PK; Noto, C.; Rizzo, LB.; et. al.: The role of oxidative and nitrosative stress in accelerated aging and major depressive disorder. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2016 Feb 4;65:134-44 | Maares, M.; Haase, H.: Zinc and immunity: An essential interrelation. Arch Biochem Biophys. 2016 Mar 26. doi: 10.1016/j.abb.2016.03.022 | Roomruangwong, C.; Kanchanatawan, B.; Sirivichayakul, S.; et. al.: Lower serum zinc and higher CRP strongly predict prenatal depression and physio-somatic symptoms, which all together predict postnatal depressive symptoms. Mol Neurobiol. 2016 Feb 5, doi: 10.1007/s12035-016-9741-5 | Siwek, M.; Sowa-Kucma, M.; Styczen, K.; et. al.: Decreased serum zinc concentration during depressive episode in patients with bipolar disorder. J Affect Disord. 2016 Jan 15;190:272-7 | Styczen, K.; Sowa-Kucma, M.; Siwek, M.; et. al.: The serum zinc concentration as a potential biological marker in patients with major depressive disorder. Metab Brain Dis. 2016 Aug 8).

 

Zinkmangel mit depressiven Symptomen assoziiert (Januar 2017)

Zink spielt eine wichtige Rolle für das Verhalten, die mentale Funktion und für das korrekte Funktionieren der intrazellulären Signaltransduktion, des zellulären Transportes, des Transportes durch die Membranen, der Proteinsynthese und des antioxidativen Systems. Forscher der Charité in Berlin rekrutierten für ihre Studie 1.514 ältere Personen (Alter 60-84 Jahre, davon 772 Frauen) der Berliner Altersstudie II. Bei 18,7 % der Teilnehmer zeigte sich ein Zinkdefizit im Blutplasma. Unter depressiven Symptomen litten 15,7 % der Probanden. Senioren mit depressiven Beschwerden hatten u.a. niedrigere Plasma-Zinkwerte. Die Forscher fanden heraus, dass defizitäre Plasma-Zink-Konzentrationen stark mit einem höheren Risiko für depressive Symptome bei Frauen assoziiert waren. Eine Erhöhung der nutritiven Zinkzufuhr könnte das Risiko für depressive Symptome reduzieren. Daher halten die Forscher bei älteren Menschen mit erhöhtem Depressionsrisiko, ein Screening auf eine zu geringe nutritive Zinkzufuhr oder auf einen Plasma-Zink-Mangel für sinnvoll.

(Jung, A.; Spira, D.; Steinhagen-Thiessen, E.; et. al.: Zinc deficiency is associated with depressive symptoms – results from the Berlin aging study II. J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2016 Oct 27. DOI: 10.1093/gerona/glw218)

Ausreichender Magnesium- und Zinkstatus reduziert depressive Symptome bei postmenopausalen Frauen

Eine Studie mit 171 postmenopausalen polnischen Frauen, die nicht mit Hormonen behandelt wurden, zeigte, dass Frauen mit höheren Magnesium- und Zinkwerten im Serum weniger unter depressiven Symptomen litten..

(Stanislawska M et al., The severity of depressive symptoms vs. Serum Mg and Zn levels in postmenopausal women.
Biol Trace Elem Res. 2014 Jan;157(1):30-5)

Zink verringert Depressionsrisiko

Australische Forscher überprüften anhand von zwei prospektiven Kohortenstudien, ob es möglicherweise eine Relation zwischen der Zinkzufuhr und der Inzidenz von Depressionen gibt. In beiden Kohortenstudien zeigte sich ein inverser Zusammenhang zwischen der Zinkaufnahme und dem Risiko für Depressionen. Männer und Frauen mit der höchsten Zinkzufuhr hatten ein um 30 bis 50 Prozent geringeres Risiko, eine Depression zu entwickeln.

(Vashum KP et al.: Dietary zinc is associated with a lower incidence of depression: Findings from two Australian cohorts; J Affect Disord. 2014 Sep; 166: 249-57)

Zink zur Prophylaxe diabetischer FolgeerkrankungenBlutzucker wird gemessen

Diabetiker haben häufig ein Zinkdefizit. Chinesische Forscher überprüften am Mausmodell den Einfluss eines Zinkmangels bzw. einer Zinksupplementierung auf die Entwicklung kardialer bzw. renaler, diabetesbedingter Folgeerkrankungen. Durch die Gabe von Zink konnte sowohl die kardiale als auch die renale oxidative Schädigung rückgängig gemacht werden. Eine suboptimale Versorgung mit dem Spurenelement forcierte dagegen signifikant die diabetesbedingte Nierenschädigung. Klinische Beobachtungen weisen ebenfalls darauf hin. Daher sollten die Zinkwerte von Patienten mit Diabetes mellitus kontrolliert werden und gegebenenfalls durch Supplemente unterstützt werden . In qualitativ hochwertigen Präparaten (erhältlich in der Apotheke) ist das Spurenelement an den körpereigenen Eiweißbaustein Asparaginsäure gebunden und kann dadurch sehr gut im Dünndarm resorbiert werden.

(Li B, Tan Y, Sun W et al., The role of zinc in the prevention of diabetic cardiomyopathy and nephropathy. Toxicol Mech Methods. 2013 Jan;23(1):27-33)

Zink verbessert die Antikrebsaktivität von Monozyten bei Typ-2-Diabetikern mit metabolischem Syndrom

Der Transmembran-Tumor-Nekrose-Faktor-α auf Monozyten gehört zur Schlüsselabwehr des Körpers gegen Krebs. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom ist das Immunsystem geschwächt. Daraus resultiert ein hohes Entzündungs- und Krebsrisiko. 17 Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und metabolischem Syndrom erhielten über einen Zeitraum von 8 Wochen entweder 30 mg Zink pro Tag oder ein Placebo. Die Transmembran-TNF-α-exprimierenden Monozyten und Lymphozyten sowie die Plasma- TNF-α-Spiegel wurden vor und nach der Zink-Supplementation untersucht. Durch die Zufuhr von Zink erhöhte sich in der Verumgruppe der Anteil an Monozyten, die Transmembran-TNF-α exprimieren, im Vergleich zur Placebogruppe signifikant, während sich die Plasma-TNF-α-Level und die TNF-α exprimierenden Lymphozyten in beiden Gruppen nicht signifikant geändert hatten. Da Transmembran-TNF-α die Abwehrmechanismen beeinflusst, deuten die Studienresultate darauf hin, dass die Gabe von Zink für die Immunantwort in Bezug auf Krebs bei Patienten mit Diabetes mellitus und metabolischen Syndrom von Nutzen sein kann.

(Meksawan K, Sermsri U, Chanvorachote P., Zinc supplementation improves anticancer activity of monocytes in type-2 diabetic patients with metabolic syndrome, Anticancer Res. 2014 Jan;34(1):295-9)

Moderate Erhöhung der Zinkzufuhr reduziert DNA-Strangbrüche

Zu DNA-Strangbrüchen kann es bei jeder Verdopplung der DNA kommen, und damit bei jeder der lebensnotwendigen Zellteilungen der 10 bis 100 Billionen Zellen im Körper. Auslöser sind z. B. UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und kosmische Höhenstrahlung. Gefährdet sind aber auch Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhalten. Dass wir in der Regel, trotz der immer wieder auftretenden Strangbrüche, nicht krank werden, dafür sorgen natürliche Reparaturmechanismen. In einer Studie mit 18 Männern zeigte sich, dass sich durch eine moderate Erhöhung der Zinkzufuhr um 4 mg/d über einen Zeitraum von 4 Wochen die Gesamt-Zinkaufnahme und die Reparatur der DNA-Strangbrüche in den Leukozyten verbesserten, die Plasma-Zink-Werte aber unverändert blieben. Zudem erhöhten sich die Konzentrationen der Serum-Proteine, die in den DNA-Reparatur-Prozess involviert sind und mit antioxidativen und Immunfunktionen assoziiert werden. Arkin® versorgt den Körper mit 4 mg Zink pro Kapsel sowie mit Vitamin D3, B6, Selen sowie pflanzlichen Extrakten aus grünem Tee, Granatäpfeln, Minze, Brennnesseln, Soja-Isoflavonen und Brokkoli.

(Zyba, SJ.; Shenvi, SV.; Killilea, DW.; et. al.: A moderate increase in dietary zinc reduces DNA strand breaks in leucocytes and alters plasma proteins without changing plasma zinc concentrations. Am J Clin Nutr. 2016 Dec 21. doi: 10.3945/ajcn.116.135327)

E…

Zink-Lutschpastillen bei Erkältungen

Laut einer US-amerikanischen Meta-Analyse aus 3 randomisierten, Placebo-kontrollierten Studien mit insgesamt 199 hauptsächlich weiblichen Patienten (80 % davon im Alter von 20-50 Jahren), die unter Erkältungen litten (1/3 zusätzlich unter Allergien), führte die Verwendung von Zinkacetat-Lutschtabletten insgesamt zu einer geringeren Erkältungsdauer von geschätzt 2,73 – 2,94 Tagen. Die Probanden litten normalerweise 7 Tage unter den Infekten. Die optimale Zusammensetzung der Zink-Lutschtabletten und Häufigkeit ihrer Anwendung bedarf jedoch noch weiterer Untersuchungen. Patienten mit Erkältungen können jedenfalls schon ermutigt werden, zur Behandlung ihrer Erkältungen Zink-Lutschtabletten auszuprobieren. Unizink®-Lutschpastillen enthalten neben 3 mg Zink zusätzlich 30 mg Vitamin C und 100 mg Holunderbeer-Saftpulver.

(Hemilä, H.; Petrus, EJ.; Fitzgerald, JT.; et. al.: Zinc acetate lozenges for treating the common cold: An individual patient data meta-analysis. Br J Clin Pharmacol. 2016 Nov;82(5):1393-1398)

Metaanalyse: Probiotika bei Erkältungen

Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse, in die 20 randomisierte, kontrollierte Studien eingeflossen sind, zeigt, dass Probiotika (besonders Lacto- und/oder Bifidostämme) die Dauer von Infektionen des oberen Respirationstraktes bei ansonsten gesunden Kindern und Erwachsenen, im Vergleich zu Placebo, um einen Tag verkürzen können.

(King, S. et al., Effectiveness of probiotics on the duration of illness in healthy children and adults who develop common acute respiratory infectious conditions: a systematic review and meta-analysis, Br J Nutr. 2014 Apr 29:1-14)

F…

Zink ist u. a. wichtig für die Fertilität

Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und Reproduktion bei. Bei einem Zinkmangel sinkt die Resistenz gegen Umweltgifte.
Eine chinesische Meta-Analyse ergab, dass Männer mit einer geringen Fertilität höhere Blei- und Cadmium- sowie niedrigere Zinkspiegel in der Samenflüssigkeit aufwiesen.
(Sun, J.; et. al.: Heavy metal level in human semen with different fertility: A meta-analysis. Biol Trace Elem Res. 2016 Jul 22. DOI: 10.1007/s12011-016-0804-2)

I…

Besonders Kinder profitieren bei grippalen Infekten von Probiotika und Zink

In einer amerikanischen Studie wurde untersucht, welche Substanzen die Symptome eines grippalen Infektes sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen lindern können. Bei Kindern reduzierte u.a. Zink die Beschwerden. Die prophylaktische Einnahme von u.a. Probiotika und Zink verringerte bei ihnen die Inzidenz von grippalen Infekten. Bei Erwachsenen kam es u.a. durch die Einnahme von Zink zu einer mäßigen Verminderung der Schwere und Dauer der Symptome. Durch die vorbeugende Zufuhr von Vitamin C nahm die Dauer der Erkrankung sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern mäßig ab.

(Fashner J. et al., Treatment of the common cold in children and adults. Am Fam Physician. 2012 Jul 15;86(2):153-9).

Zink bei Infektionen

Forscher der Ohio State University, USA, entdeckten im Zellkultur-Modell mit menschlichen Monozyten, dass wenn in der Zeit der Infektion nicht genug Zink im Körper verfügbar ist, exzessive Entzündungen bis zur Sepsis die Folge sein können. Die Supplementierung des Spurenelements direkt zu Beginn eines grippalen Infektes kann helfen, die Symptome der Erkrankung einzudämmen.

(Ming-Jie Liu et al., ZIP8 Regulates Host Defense through Zinc-Mediated Inhibition of NF-kB, Cell Reports, doi: 10.1016/j.celrep.2013.01.009)

Zink verbessert die Insulinresistenz

In den ß- und α-Zellen des Pankreas hat Zink bestimmte Funktionen in der Biochemie des  Insulins und Glukagons.(Maret W.: Zinc in pancreatic islet biology, insulin sensitivity and diabetes. Prev Nutr Food Sci. 2017 Mar;22(1):1-8.

Zink ist ein wichtiger Mikronährstoff, der die Insulinsekretion stimuliert und die Insulin-empfindlichkeit erhöht. Eine systematische Übersichtsarbeit brasilianischer Forscher, in die 6 klinische Studien eingeflossen sind, zeigt, dass eine Supplementierung mit Zink, die Insulinresistenz bei adipösen Männern und Frauen verbessert.

(Cruz KJ, Morais JB, de Oliveira AR et al.:

The effect of zinc supplementation on insulin resistance in obese subjects: A systematic review. Biol Trace Elem Res. 2017 Apr;176(2):239-243)

Oxidativer Stress ist eine metabolische Dys-funktion, die zu Zell- und Gewebeschäden beiträgt und damit zur Entwicklung einiger chronischer Erkrankungen. Die Literatur liefert starke Evidenz dafür, dass Zink antioxidativ wirkt und daher vor oxidativem Stress bei einigen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit und Krebs schützt.

(Marreiro DD, Cruz KJ, Morais JB, et al.: Zinc and oxidative stress: Current mechanisms. Antioxidants (Basel). 2017 Mar 29;6(2).

P…

Psychiatrische Störungen gehen oft mit einem Zinkdefizit einher

Immer mehr Hinweise deuten auf eine Verbindung zwischen suboptimalen Zinkwerten und Depressionen hin. Über den Zinkstatus bei älteren Personen mit anderen psychiatrischen Diagnosen ist dagegen wenig bekannt. Daher wurden bei 100 psychogeriatrischen Patienten über 64 Jahre u.a. die psychiatrischen und kognitiven Beschwerden anhand diverser Tests bestimmt. Zudem wurden die Zinklevel erfasst. Die Prävalenz eines Zinkmangels bei Depressiven wurde verglichen mit der, bei Patienten ohne Depressionen und mit der in einer Kontrollgruppe mit 882 älteren Personen aus einer Bevölkerungsstudie. Während in der Kontrollgruppe lediglich 14,4 % einen Zinkmangel aufwiesen, waren es in der Patientengruppe 41 %. Bei den psychogeriatrischen Patienten ohne Depressionen (aber mit anderen psychiatrischen Störungen) war das Zinkdefizit zudem stärker ausgeprägt als bei Patienten mit Depressionen als Hauptdiagnose oder solchen, die unter komorbiden Depressionen litten.

(Gronli O et al. Zinc deficiency is common in several psychiatric disorders; PLOS One. 2013 Dec 19;8(12):e82793).

R…

Referenzwerte für Zink sollten nach oben korrigiert werden

Die Zinkaufnahmewerte, die aktuellen Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr zugrunde liegen, basieren auf Daten publizierter Studien. Der inhibitorische Effekt von Phytat wurde jedoch wegen des geringen Phytatgehaltes in den Ernährungsweisen der Studien unterbewertet.

Zur Erklärung: Phytat bzw. Phytinsäure dient in Pflanzen als Speicher für Phosphat, das sie u.a. für die Photosynthese benötigen. Für Pflanzen ist Phytat somit essentiell. Beim Menschen führt der Verzehr von phytatreichen Nahrungsmitteln – wie Getreideprodukten und Hülsenfrüchten – hingegen dazu, dass viele der in den Nahrungsmitteln enthaltenen Mineralien nicht aufgenommen werden können, da sie durch das Phytat gebunden werden. Bei monotoner Ernährung mit Grundnahrungs-pflanzen kann es daher zu Mikronährstoffmangel-erscheinungen kommen (Quelle www.pflanzen-forschung.de). Eine US-amerikanische Studie deutet darauf hin, dass die Zinkresorption bei Männern, Frauen und Jugendlichen, auf der die aktuellen Referenzwerte basieren, überschätzt wird. Daher sollten die derzeitigen Referenzwerte für Zink für diesen Personenkreis nach oben korrigiert werden, so der Studienautor.

(Seth M Armah: Fractional zinc absorption for men, women, and adolescents is overestimated in the current dietary reference intakes. J. Nutr. June 1, 2016, doi: 10.3945/jn.115.225607)

 

S…

Selen und Zink bei chronisch myofaszialen Schmerzen

Ernährungsbedingte Störungen sollen ein wichtiger kausaler Faktor sein, der die schmerzhafte Reaktion bei Personen mit chronisch muskulo-skelettalen Schmerzen intensivieren oder verursachen kann. Eine brasilianische Fall-Kontrollstudie mit 31 betroffenen Patienten und 31 Teilnehmern ohne Schmerzen erbrachte, dass die intrazellulären Zink- und Selen-Speicher der Erythrozyten bei Patienten mit chronisch myofaszialen Schmerzen geringer waren als in der Kontrollgruppe und dass die nutritive Zufuhr dieser Spurenelemente unzureichend war.

(Barros-Neto, JA.; Souza-Machado, A.; Kraychete, DC.; et. al.: Selenium and zinc status in chronic myofascial pain: Serum and erythrocyte concentrations and food intake. PloS One. 2016 Oct 18;11(10):e0164302)

Niedriger Serum-Zinkwert: Unabhängiger Risikofaktor für eine Anämie

Dies haben neuseeländische Wissenschaftler in einer Studie mit Schulkindern herausgefunden, in der sie die Beziehungen zwischen dem Eisen-, Zink-, Selen-, Vitamin D-Status und den Hämoglobinspiegeln sowie Anämien untersuchten. Die Resultate unterstreichen die Bedeutung, dass man bei Vorliegen einer Anämie, in Ergänzung zu den Eisenwerten multiple Mikronährstoffmängel in Betracht ziehen sollte. Zink war jedoch die einzige Variable, die mit einem Anämierisiko assoziiert war.
(Houghton, LA.; et. al.: Serum zinc is a major predictor of anemia and mediates the effect of selenium on hemoglobin in school-aged children in a nationally representative survey in New Zealand. J Nutr. 2016 Jul 27. pii. Jn235127)

T…

Der Effekt des Alters auf die Thymusfunktion

Die altersbedingte Rückbildung der Thymusdrüse geht mit einer Abnahme der T-Zellpro­duktion einher, was vermutlich auch zu einer Reduktion der T-Zelldiversität bei älteren Personen beiträgt, die wiederum mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Krebs verbunden ist.

(Donald B. Palmer, The effect of age on thymic function, Front. Immunol; 07.10.13, doi:10.3389/fimmu.2013.00316)

 

W…

Risikofaktoren für Osteoporose: Niedrige Zink-, Kupfer- und Eisenwerte im Serum

Zink, Kupfer und Eisen sind essentielle Spurenelemente für das Wachstum, die Entwicklung und den Erhalt gesunder Knochen. Eine Metaanalyse aus 8 geeigneten Studien mit insgesamt 2.188 Probanden zeigte, dass Patienten mit Osteoporose, verglichen mit gesunden Kontrollpersonen, geringere Serumkonzentrationen an Zink, Kupfer oder Eisen aufwiesen.

Zheng J et al., Low Serum Levels of Zinc, Copper, and Iron as Risk Factors for Osteoporosis: a Metaanalysis. Biol Trace Elem Res. 2014 Jul;160(1):15-23. Epub 2014 Jun 8