Medizin-Telegramm Juli 2019

Protektive Effekte von Omega-3-Fettsäuren bei krebsbedingten Komplikationen

Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (PUFAs) gelten als Nährstoffe, die die Immunantwort unterstützen. Sie werden häufig bei der Ernährungstherapie von Krebspatienten wegen ihrer umfassenden Wirkungen eingesetzt. Omega-3-PUFAs spielen essenzielle Rollen bei der Zellkommunikation, der Zellstruktur und der Membranfluidität. Sie haben antiinflammatorische und antinozizeptive Eigenschaften. Krebspatienten sind Komplikationen wie dem Anorexie-Kachexie-Syndrom, Schmerzen, Depressionen und paraneoplastischen Syndromen ausgesetzt. Interessanterweise wird in den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) des Jahres 2017 nur der Einsatz von Omega-3-PUFAs zur Behandlung der Krebskachexie diskutiert. Laut präklinischer Evidenz können Omega-3-PUFAs und ihre Metabolite zentrale Pfade modulieren, die den Sekundärkomplikationen der Krebserkrankung zugrundeliegen, was darauf hindeutet, dass dies ein vielversprechendes Wissensgebiet ist, das es zu erforschen gilt.
Vitazell®-Omega versorgt den Organismus mit mindestens 167 mg EPA, mindestens 334 mg DHA und 24,2 mg natürlichem antioxidativ wirkendem Vitamin E pro Tagesdosis (= 2 Kapseln). Das darin enthaltene Ω-3-Öl wird aus der Mikroalge Schizochytrium gewonnen. Es ist besonders reich an EPA und DHA, geschmacksneutral, frei von Gentechnik, Fischproteinen und dem umstrittenen Farbstoff Sulfitlaugen-Zuckerkulör. Die Mikroalgen wurden nicht im Meer geerntet, sondern in speziellen Behältern kultiviert, damit sie keine Toxine enthalten.

(Freitas RDS, Campos MM: Protective effects of omega-3 fatty acids in cancer-related complications. Nutrients. 2019 Apr 26;11(5))

Vitamin D bei orthopädischen Verletzungen

Eine aktive Beurteilung und Therapie einer Hypovitaminose D bei Patienten mit orthopädischen Traumata ist risikoarm und kostengünstig, während sie ein signifikantes Potenzial bietet, um die Versorgung des Patienten zu verbessern.
Vitamin D hat eine nachgewiesene Rolle bei der muskuloskelettalen Entwicklung und der Kalziumhomöostase. Ein Vitamin D-Mangel ist bei Menschen mit orthopädischen Traumata allgegenwärtig. Klinische Leitlinien für ein Screening und eine Supplementierung bei einer Hypovitaminose D fehlen bislang. Ein Vitamin D-Defizit und andere endokrine Auffälligkeiten sollten bei orthopädischen Trauma-Patienten in Betracht gezogen werden, die sich mit Frakturen unklarer Ursache und gebrochenen Knochen, die nicht zusammenwachsen, vorstellen.
Vitamin D3 Köhler 2000 IE liefert pro Kapsel 50 μg Vitamin D3, während Debora® 5.600 IE pro Kapsel 140 μg enthält. In beiden Präparaten liegt das Vitamin in nativem Leinsamenöl gelöst vor.

(Nino S, Soin SP, Avilucea FR: Vitamin D and metabolic supplementation in orthopedic trauma. Orthop Clin North Am. 2019 Apr;50(2):171-179)

Die ernährungsbedingte Säurebelastung und ihre gesundheitlichen Auswirkungen

Es ist lange bekannt, dass die Zusammensetzung der Nahrung das Säure-Basen-Gleichgewicht beeinflusst, indem sie Säure- oder Basenvorläufer liefert. Allgemein erhöhen Lebensmittel, die reich an Eiweiß sind, wie Fleisch, Käse, Eier etc., die Produktion von Säure im Körper, während Früchte und Gemüse basisch wirken. Die Fähigkeit eines Lebensmittels, Säuren- oder Basen zu produzieren, bezeichnet man als potenzielle renale Säurelast (PRAL). Bestimmte Ernährungsweisen induzieren einen geringgradigen metabolischen Azidose-Zustand, der mit der Entwicklung von Stoffwechselveränderungen wie Insulinresistenz, Diabetes, Hypertonie, chronischer Nierenerkrankung, Knochenerkrankungen, geringer Muskelmasse und anderen Komplikationen assoziiert wird.
Regulator-Köhler®-Kapseln enthalten entsprechende Calcium-, Kalium- und Magnesium-Verbindungen sowie Zink, die zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel beitragen.

(Osuna-Padilla IA, Leal-Escobar G, Garza-Garcia CA et al.: Dietary acid load: mechanisms and evidence of its health repercussions. Nefrologia. 2019 Feb 5. doi: 10.1016/j.nefro.2018.10.005)

Signifikant geringere Serum-Zinkwerte bei Patienten mit Lungenkrebs

Dies zeigen Resultate einer Meta-Analyse aus 32 Beobachtungsstudien mit insgesamt 2.894 Patienten und 9.419 Kontrollpersonen. Die Ergebnisse erbrachten zudem ausreichende Evidenz für eine Assoziation zwischen den Serum-Zinkspiegeln und dem Lungenkrebsrisiko. Inzwischen liegen übereinstimmende Resultate aus europäischen und asiatischen Bevölkerungsgruppen vor.
Unizink® 50 versorgt den Körper mit Zink-Aspartat in Form von magenschonenden Tabletten.

(Wang Y, Sun Z, Li A et al.: Association between serum zinc levels and lung cancer: A meta-analysis of observational studies. World J Surg Oncol. 2019 May 6;17(1):78)

Magnesium und Arzneimittel

Einige Medikamente inkl. Diuretika und Protonenpumpeninhibitoren können einen Verlust an Magnesium und eine Hypomagnesiämie verursachen. Magnesium und Arzneimmittel nutzen die gleichen Transport- und Stoffwechselwege im Körper für ihre intestinale Aufnahme, den Metabolismus und die Ausscheidung, d.h. wenn ein oder mehrere Medikament(e) eingenommen werden, gibt es immer ein potenzielles Risiko für eine Interaktion mit dem Magnesiumstatus. Folglich kann auch die Wirkung eines Medikamentes durch Magnesium ungünstig beeinflusst werden (z. B. können Magnesium, Kalzium und Zink die gastrointestinale Aufnahme von
Tetrazyklinen beeinträchtigen). Gleichzeitig kann die physiologische Funktion von Mineralstoffen wie Magnesium durch Arzneimittel (z. B. Diuretika, die einen renalen Magnesiumverlust induzieren) gestört werden.
Magnesium-Köhler enthält pro Kapsel 150 mg Magnesium und 2,5 mg Vitamin B6.

(Gröber U: Magnesium and drugs. Int J Mol Sci. 2019 Apr 28;20(9).

Resveratrol und metabolisches Syndrom

In einer systematischen Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus 10 kontrollierten Humanstudien mit Patienten, die unter einem metabolischen Syndrom litten, reduzierten sich durch die Supplementierung mit Resveratrol (> 500 mg) über einen Zeitraum von mindestens 10 Wochen, im Gegensatz zu den Kontrollgruppen, signifikant die Glukosewerte und der Taillenumfang der Probanden.
Resol® enthält pro Kapsel 125 mg Resveratrol aus Weintraubenextrakt.

(Asgary S, Karimi R, Momtaz S et al.: Effect of resveratrol on metabolic syndrome components: A systematic review and meta-analysis. Rev Endocr Metab Disord. 2019 May 7. doi: 10.1007/s11154-019-09494-z)