Medizin-Telegramm April 2019

Suboptimale Zinkversorgung in Österreich

Zink wurde auch in Ländern mit hohem Einkommmen als kritischer Mikronährstoff identifiziert. Forscher der Universität Wien  (Österreich) bestimmten in einer nationalen repräsentativen Stichprobe, die Plasma-Zink-Konzentrationen bei 872 Personen im Alter von 6 bis 80 Jahren (55,5 % weiblich). Es zeigte sich, dass der Zinkstatus bei Schulkindern (40 % der Jungen und 22 % der Mädchen) sowie bei älteren Menschen marginal war (28 % der Männer und 33 % der Frauen). Auch die Zinkzufuhr über die Ernährung war in diesen Gruppen unbefriedigend, d. h. bei 38 % der Jungen,  32 % der Mädchen sowie bei 64,5 % der älteren Männer lag sie unterhalb der nationalen Zufuhrempfehlung. Fazit: Die Resultate weisen auf eine suboptimale Zinkversorgung in Österreich hin, besonders bei Schulkindern und älteren Erwachsenen. Da die Ernährungsweise in Deutschland ähnlich ist, könnte die Zinkversorgung auch bei uns suboptimal sein. Unizink® 50 versorgt den Körper mit Zink-Aspartat in Form von magenschonenden Tabletten.

(Elmadfa I, L Meyer A, Kuen T et al.: Zinc intake and status in Austria in the light of different reference values. Int J Vitam Nutr Res. 2018 Feb 1:1-10)

Omega-3-Index > 8 % ist mit geringerem kardiovaskulären Risiko assoziiert

Der Omega-3-Index (O3I) spiegelt den Gehalt an Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in den Erythrozyten wider. Er wird als prozentualer Anteil von EPA und DHA an den Gesamtfettsäuren in der Zellmembran der roten Blutkörperchen angegeben und steht in engem Bezug zur alimentären Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Ein O3I im wünschenswerten Bereich (8 % bis 12 %) wird mit einer verbesserten Herz- und Hirngesundheit assoziiert. Die Ergebnisse von 2 US-amerikanischen Querschnittsuntersuchungen (1. Studie n = 28, 2. Studie n = 3.458) weisen darauf hin, dass es mit den aktuellen Empfehlungen der amerikanischen Herzgesellschaft (2 Fischmahlzeiten pro Woche) unwahrscheinlich ist, einen O3I im wünschenswerten Bereich zu erzielen. 3 Fischmahlzeiten pro Woche und die zusätzliche Einnahme eines EPA+DHA-Supplementes erhöhen die Wahrscheinlichkeit dagegen deutlich, die Zielwerte zu erreichen, so die Forscher.

Vitazell®-Omega versorgt den Organismus mit mindestens 167 mg EPA, mindestens 334 mg DHA und 24,2 mg natürlichem antioxidativ wirkendem Vitamin E pro Tagesdosis (= 2 Kapseln). Das darin enthaltene Ω-3-Öl wird aus der Mikroalge Schizochytrium gewonnen. Es ist besonders reich an EPA und DHA, geschmacksneutral, frei von Gentechnik, Fischproteinen und dem umstrittenen Farbstoff Sulfitlaugen-Zuckerkulör. Die Mikroalgen wurden nicht im Meer geerntet, sondern in speziellen Behältern kultiviert, damit sie keine Toxine enthalten.

(Jackson KH, Polreis JM, Tintl NL et al.: Association of reported fish intake and supplementation status with the omega-3 index. PLEFA, March 2019, Vol. 142, pages 4-10)

Typ-2-Diabetes: Magnesium reduziert unter anderem die Insulinresistenz

In einer Studie mit 42 Typ 2-Diabetikern nahm ein Teil über einen Zeitraum von 3 Monaten 250 mg Magnesium ein, während der Rest, der die Kontrollgruppe bildete, keine Supplemente erhielt. In der Verumgruppe zeigte sich nach 3 Monaten, verglichen mit der Kontrollgruppe, eine signifikante Verbesserung bei den HbA1C-, Insulin-, C-Peptid-, HOMA-IR- und HOMA-β-Werten. Der C-Peptid-Wert wird hauptsächlich bestimmt, um die Leistung der Betazellen des Pankreas zu beurteilen. Sind die Betazellen in der Lage, Insulin zu produzieren, kann auch C-Peptid nachgewiesen werden. Bei gestörter Betazellfunktion ist der HOMA-Beta-Index erniedrigt. Magnesium-Köhler enthält pro Kapsel 150 mg Magnesium und 2,5 mg Vitamin B6.

(ELDerawi WA, Naser IA, Taleb MH et al.: The effects of oral magnesium supplementation on glycemic response among type 2 diabetes patients. Nutrients 2019, 11(1),44)

Vitamin K2 für die Netzhaut

Das aktive Matrix-Gla-Protein (MGP), ein potenter Inhibitor der Verkalkung großer Arterien, schützt vor makrovaskulären Komplikationen. Neuere Studien weisen zudem darauf hin, dass das aktive MGP dabei hilft, die Integrität der renalen und myokardialen Mikrozirkulation aufrecht zu erhalten. In einer Studie mit 935 flämischen Teilnehmern (Durchschnittsalter 40,9 Jahre; 50,3 % Frauen) wurden sowohl die retinalen mikrovaskulären Durchmesser, als auch die Werte an dephosphoryliertem-uncarboxyliertem MGP (dp-ucMGP) im Plasma bestimmt, einem Marker für einen schlechten Vitamin K-Status. Liegt ein Vitamin K2-Mangel vor, steigt der Spiegel an uncarboxyliertem, inaktiven MGP (dp-ucMGP) an, was die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt. Die Studienautoren haben festgestellt, dass das zirkulierende inaktive dp-ucMGP auch ein Langzeitprädiktor für einen kleineren Durchmesser der retinalen Arteriolen ist. K2-Köhler® versorgt den Körper mit 200 µg Vitamin K2 (Menachinon-7) pro Kapsel.

(Wei FF, Huang QF, Zhang ZY et al.: Inactive matrix Gla protein is a novel circulating biomarker predicting retinal arteriolar narrowing in humans. Scientific Reports 8, Article Number: 15088 (2018), publ. 10.10.2018)

Vitamin D-Mangel und juvenile idiopathische Arthritis (JIA)

In einer deutschen, prospektiven, kontrollierten Multicenter-Beobachtungsstudie mit Patienten (16 Jahre und jünger), die vor weniger als 12 Monaten die Diagnose JIA erhalten hatten, hatten nahezu die Hälfte der Probanden in der ersten Blutprobe einen Vitamin D-Mangel (25(OH)D-Werte im Serum < 20 ng/ml). Von den 954 für die Studie angemeldeten Patienten wurden 360 Teilnehmer ausgewählt, bei denen man in den ersten 2 Jahren nach  Aufnahme, 2 Blutproben gewonnen hatte. Ein Viertel der Probanden wies sogar in beiden Blutproben ein Defizit auf. Die Krankheitsaktivität und das Risiko, eine JIA-assoziierte Uveitis zu entwickeln, korrelierte invers mit den 25(OH)D-Spiegeln. Vitamin D3 Köhler 2000 IE liefert pro Kapsel 50 µg Vitamin D3, während Debora® 5.600 IE pro Kapsel 140 µg enthält. In beiden Präparaten liegt das Vitamin in nativem Leinsamenöl gelöst vor.

(Sengler C, Zink J, Klotsche J et al.: Vitamin D deficiency is associated with higher disease activity and the risk for uveitis in juvenile idiopathic arthritis – data from a German inception cohort. Arthritis Res Ther. 2018 Dec 13;20(1):276)

Resveratrol und kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Herzinsuffizienz

Laut einer kanadischen Übersichtsarbeit wirkt Resveratrol vor allem antiinflammatorisch, antidiabetisch, verbessert die endotheliale Dysfunktion und senkt den systolischen Blutdruck, weshalb es als Adjuvans bei kardiovaskulären Erkrankungen und/oder Herzinsuffzienz von Vorteil sein könnte. Resol® enthält pro Kapsel 125 mg Resveratrol aus Weintraubenextrakt.

(Dyck GJB, Raj P, Zieroth S et al.: The effects of resveratrol in patients with cardiovascular disease and heart failure: A narrative review. International Journal of Molecular Sciences. Publ. 19.02.2019)