Hier finden Sie das aktuelle Medizin-Telegramm mit Nachrichten aus Gesundheit und Medizin.

Medizin-Telegramm Februar 2018

Coenzym Q10 bei Migräne-Patienten

Zwischen Migräne und Inflammation besteht eine Korrelation. Coenzym Q10 (CoQ10) hat als entzündungshemmende Substanz bereits nützliche Effekte bei anderen Erkrankungen gezeigt. In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten, iranischen Studie mit 45 nicht menopausalen Frauen im Alter von 18 – 50 Jahren, die unter periodisch auftretender Migräne litten, nahmen 23 Patientinnen über einen Zeitraum von 3 Monaten 400 mg CoQ10/d ein, während 22 ein Placebo bekamen. Alle Probandinnen erhielten zudem ein Mittel zur Vorbeugung. Die Supplementierung mit CoQ10 reduzierte die CGRP (Calcitonin gene-related peptide)- und TNF-α-Konzentrationen signifikant, während es keine signifikanten Unterschiede bei den IL-6- und IL-10-Serum-Werten zwischen beiden Gruppen gab. Bei Migräneattacken spielt das Entzündungsprotein CGRP eine große Rolle. Durch die CoQ10-Therapie erhöhten sich die Serum-CoQ10-Spiegel signifikant. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe, verbesserten sich dadurch zudem Häufigkeit, Schwere und Dauer der Migräne-Anfälle signifikant. Cuvital® liposomal 100 enthält pro Fläschchen 100 mg gut bioverfügbares CoQ10.

(Dahri M, Tarighat-Esfanjani A, Asghari-Jafarabadi M et al.: Oral coenzyme Q10 supplementation in patients with migraine: Effects on clinical features and inflammatory markers. Nutr Neurosci. 2018 Jan 3:1-9)

Vitamin D und Selen bei Brustkrebs

Die Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms wurde aktualisiert. Tabelle 19, S. 300-303 befasst sich mit dem Einsatz komplementärer Methoden (Nebenwirkungen, Interaktionen). Was orthomolekulare Substanzen anbelangt, sind sowohl Vitamin D als auch Selen die einzigen Vitalstoffe, die relativ positiv beurteilt wurden. Vitamin D schützt nicht nur vor Osteoporose und sollte daher rechtzeitig vorbeugend eingesetzt werden. Zu den Patientinnen mit erhöhtem Osteopenie- bzw. Osteoporose-Risiko zählen u. a. Frauen, die mit Aromatasehemmern behandelt weren, junge Patientinnen, die durch eine Chemotherapie postmenopausal wurden und Betroffene, die langfristig oder wiederholt Kortikoide eingenommen haben bzw. einnehmen müssen oder immobilisierte Patientinnen. Bei niedrigen Serumwerten haben die Patientinnen generell auch eine schlechtere Prognose. Nebenwirkungen sind bei normaler Vitamin D-Dosierung nicht bekannt. Dies gilt auch für Interaktionen. Bezüglich des komplementären Einsatzes von Selen weisen weder präklinische noch klinische Daten auf eine Abschwächung der Wirkung antitumoraler Therapien hin. Dass dies nun endlich geklärt ist, ist sehr erfreulich. Während Mangelzustände ausgeglichen werden sollten, zeigen die Daten jedoch keine ausreichende Evidenz für den generellen supportiven Einsatz von Selen. Langfristige Selengaben sollten nur unter konsekutiver Serumspiegelkontrolle erfolgen. Überdosierungen müssen vermieden werden. Vitamin D3 Köhler 2000 IE liefert pro Kapsel 50 µg Vitamin D3, während Debora® 5.600 IE pro Kapsel 140 µg enthält. In beiden Präparaten liegt das Vitamin in nativem Leinsamenöl gelöst vor. Uniselen® 100 NE liefert 100 µg Selen pro Tablette, während Uniselen® 200 NE entsprechend 200 µg enthält.

(Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Langversion 4.0 – Dezember 2017 AWMF-Registernummer: 032-045OL, S. 300-306)

Curcumin senkt Leptin-Konzentration

Leptin ist ein in Fettzellen gebildetes Proteohormon. Bei übergewichtigen Menschen sind die Leptinkonzentrationen meist höher als bei Normalgewichtigen. Erhöhte Leptinwerte können das pathogenetische Risiko für koronare Herzerkrankungen signifikant erhöhen (Zeng R et al. 2014). Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus randomisierten, kontrollierten Studien weist darauf hin, dass sich durch die Einnahme von Curcumin, die Plasma-Leptin-Konzentrationen signifikant reduzierten. Dies könnte ein möglicher Mechanismus für die vorteilhaften metabolischen Effekte von Curcumin sein. 2 Kapseln des Nahrungsergänzungsmittels Curcusol® enthalten 80 mg Curcumin in solubilisierter Form. Der Curcuma-Extrakt in Curcusol® ist mittels einer patentierten Technologie in wasserlösliche und säurestabile Micellen eingeschlossen und sehr gut bioverfügbar.

(Atkin SL, Katsiki N, Derosa G et al.: Curcuminoids lower plasma leptin concentrations: A meta-analysis. Phytotherapy Research. Vol. 31, Issue 12, Dec. 2017, pages: 1836-1841)

Reduzierte Zink- und Vitamin C-Werte bei chronischen Lebererkrankungen

Patienten mit chronischen Lebererkrankungen wiesen signifikant höhere Konzentrationen an Malondialdehyd (MDA), Stickstoffmonoxid (NO) und CRP auf, als die gesunde Kontrollgruppe. Zudem waren die Serum-Werte der Antioxidantien Vitamin C und Zink bei den Patienten niedriger, als bei den gesunden Probanden, was offenbar zu den erhöhten Entzündungsparametern und Markern für oxidativen Stress beigetragen hat. Unizink® 50 versorgt den Körper mit Zink-Aspartat in Form von magenschonenden Tabletten und Köhler’s Acerola enthalten pro Tablette 110 mg natürliches Vitamin C aus der Acerola-Kirsche.

(Uddin MG, Hossain MS, Rahman MA et al.: Elemental zinc is inversely associated with C-reactive protein and oxidative stress in chronic liver disease. Biol Trace Elem Res. 2017 Aug;178(2):189-193)

Resveratrol beeinflusst Lipid-Profil

Die Ergebnisse einer systematischen Übersichtsarbeit und Meta-Analyse, in die 21 randomisierte klinische Studien eingeflossen sind, zeigen, dass Resveratrol signifikant die Gesamt-Cholesterol-Werte reduzieren kann. Zudem erhöhten sich in Cross-over-Studien  durch die Supplementierung mit Resveratrol  die HDL-Cholesterolwerte signifikant. Die iranischen Wissenschaftler fanden ebenfalls heraus, dass sich die Ergebnisse weder durch das Geschlecht, noch durch das Alter, den BMI, die Resveratrol-Dosis und die Interventionsdauer änderten. Fazit: Resveratrol kann gemäß diesen Studien die Gesamt- und HDL-Cholesterol-Werte günstig beeinflussen. Um die Ergebnisse zu bestätigen, sind jedoch noch mehr Studien, ausschließlich mit Dyslipidämie-Patienten notwendig, wobei die Einnahme von Lipidsenkern ein Ausschlusskriterium sein sollte. Resol® enthält pro Kapsel 125 mg Resveratrol aus Weintraubenextrakt.

(Haghighatdoost F, Hariri M.: Effect of resveratrol on lipid profile: An updated systematic review and meta-analysis on randomized clinical trials. Pharmacol Res. 2018 Jan 2. doi: 10.1016/j.phrs.2017.12.033)

Vitamin K2 und Typ-2 Diabetes

In den letzten Jahren haben prospektive Beobachtungsstudien und klinische Studien gezeigt, dass das Typ-2 Diabetes-Risiko durch eine Supplementierung mit Vitamin K2 reduziert werden kann. Laut einer chinesischen Übersichtsarbeit verbesserte Vitamin K2 die Insulinempfindlichkeit mit Hilfe des Vitamin K-abhängigen Proteins Osteocalcin. Auch antiinflammatorische Eigenschaften sowie lipidsenkende Effekte spielen eine Rolle. Vitamin K2 wirkte bei Typ-2-Diabetes besser als Vitamin K1. K2-Köhler® versorgt den Körper mit 200 µg Vitamin K2 (Menachinon-7) pro Kapsel.

(Li Y, Chen JP, Duan L. et al.: Effect of vitamin K2 on type 2 diabetes mellitus: A review. Diabetes Res Clin Pract. 2017 Dec. 2;136:39-51)