Viele Spurenelemente werden nur in relativ kleinen Mengen benötigt. Sie leisten aber dennoch Großes. Angesichts unserer immer stärker industriell verarbeiteten Nahrungsmittel ist ein chronischer Zinkmangel gar nicht so unwahrscheinlich. Er hat zahlreiche Auswirkungen – daher ist Zinkmangel häufig auch die oder eine der Ursache(n) für Hauterkrankungen.

Warum ist Zink für die Wundheilung so wichtig?

Neben vielen anderen Aufgaben sorgt das Zink auch für die Zellbildung, die Zellteilung und den Zellstoffwechsel. Diese elementar wichtigen Eigenschaften nehmen Einfluss auf die Hautgesundheit und das Hautwachstum. Ohne Zink könnte die Wundheilung nicht so schnell und erfolgreich vonstattengehen. Fakt ist, dass man dieses wichtige Spurenelement auch deswegen täglich in ausreichender Menge über die Nahrung zuführen muss.

Der Organismus kann nämlich keine Zinkvorräte speichern. Normal sind 15 Milligramm tägliche Zufuhr. Ist der Bedarf erhöht – beispielsweise durch bestimmte Erkrankungen, bei einer Diät, bei Appetitmangel und reduzierter Zinkaufnahme im Alter sowie während der Schwangerschaft – müsste die Zinkzufuhr auf 25 Milligramm täglich erhöht werden. Auch Sportler, Menschen, die regelmäßig Alkoholika konsumieren oder Frauen, die regelmäßig Östrogen-Präparate einnehmen, müssen bei einer Minderzufuhr mit einer Störung der Wundheilung rechnen. Wie man sieht, sind viele Bevölkerungsgruppen von potenziellem Zinkmangel und seinen Folgeerscheinungen in Sachen Wundheilung betroffen.

Wie erreicht man eine bessere Wundheilung?

Normalerweise kann man genug Zink über Rindfleisch oder Seefischarten, Haferflocken und Käse, Eier und Vollkornerzeugnisse, Nüsse und Kürbiskerne zuführen. Das zinkreichste Lebensmittel – die Auster – ist allerdings nicht jedermanns Sache. Eine ausreichende Zinkversorgung ist für die Wundheilung essenziell. In Form von Zinksalbenverbänden kann dieses Spurenelement auch über die Haut auf Wunden einwirken. Wichtig ist aber, dass der damit versorgte Hautschaden weder mit Bakterien infiziert ist noch nässt. Für gerötete, juckende oder schmerzende Hautareale ist der Zinksalben-Verband hilfreich. Bei oberflächlichen Wunden, leichten Verbrennungen, nicht nässenden Ausschlägen, Dekubitus, Windeldermatitis, Insektenstichen oder abheilenden Unterschenkelbeschwüren wird ein Zinkoxid-Verband die Heilung befördern.

Zinksulfat kann bei Lippenherpes die Heilung einleiten oder neues Hautgewebe bilden. Die innerliche Anwendung kann über Nahrungsergänzungspräparate erfolgen. Diese Darreichungsformen sind gut verwertbar und wasserlöslich. Die Einnahme von Zinkpräparaten eignet sich immer dann, wenn es um frische Operationswunden, Bisse, tiefere Schnitte oder nässende Wunden geht. Bei einem offenen Bein, das sich bereits durch innerliche Zinkgaben im Heilungsprozess befindet, kann ein Zinkverband die Hautheilung fördern. Wundheilungsstörungen treten bevorzugt im Alter auf. Sie können auch eine Folge bestimmter Erkrankungen wie Diabetes, bestimmter Medikamente oder anhaltender Entzündungsproblematiken sein. Hier ist die orale Zinkzufuhr über Nahrungsergänzung besonders wichtig.

Hochwertige Ernährung ist wichtig

Mit einer abwechslungsreichen Vollwerternährung, die genug Zinklieferanten liefert, muss man keine Angst vor Wundheilungsstörungen haben. Wer sich wegen Diabetes, einer Nieren- oder Lebererkrankung als Risikogruppe erkennt, kann beim Hausarzt den Zinkspiegel messen lassen. Bei ersichtlichen Wundheilungsstörungen zahlt die Kasse diese Untersuchung.

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