Die Prostata ist vor allem bei Männern im besten Alter ein Thema. Konkret geht es dann um die zweite Wachstumsphase der Prostata. Denn die Prostata wächst dann bereits zum zweiten Mal.

Prostatabeschwerden
Prostatabeschwerden behandeln
Prostatabeschwerden vorbeugen

Prostata: Die erste Wachstumsphase
Die erste Wachstumsphase findet während der Pubertät statt. Genau genommen erlangt die Prostata erst in dieser Zeit ihre wahre Bedeutung. Denn die Hauptaufgabe der Prostata ist die Produktion eines Sekrets, einer milchigen Flüssigkeit. In dieser schwimmen Spermien. Deren Beweglichkeit wäre ohne die milchartige Flüssigkeit nicht gegeben. Das ist auch der Grund, weshalb das sogenannte Mannesorgan in der Pubertät -mit dem Erreichen der Geschlechtsreife – einen erneuten Wachstumsschub erlebt. Konkret nimmt die Masse der Drüsen, die Flüssigkeit produzieren zu. Das erlaubt dem heranwachsenden Jungen Mann in gewisser Weise das praktische Erreichen der Geschlechtsreife.

Die zweite Wachstumsphase | Prostatavergrößerung
Die zweite Phase des Wachstums der Prostata setzt bereits ab dem fünfundzwanzigsten Lebensjahr ein. Das ist an sich unproblematisch. Es wird vermutet, dass ein Wachstum der Prostata zum Alterungsprozess dazugehört. Wissenschaftlich bis ins Letzte ergründet ist die Ursache des Wachstums noch nicht. Die naheliegendste und zugleich am häufigsten vertretene Theorie ist, dass sich der Hormonhaushalt des Mannes ändert. Das passiert vor allem ab dem vierzigsten Lebensjahr in nachvollziehbarem Umfang. Immer öfter ist auch von den “Wechseljahren” des Mannes die Rede. Trotz aller Publikationen zu diesem Thema bleibt festzuhalten, dass Mediziner heute viel über die Veränderung des Hormonhaushaltes bei der Frau wissen, der Kenntnisstand über den Hormonhaushalt des Mannes ab 40 jedoch vergleichbar ist. Das Wissen um den Hormonhaushalt beim starken Geschlecht nimmt sich in vergleichender Perspektive nahezu marginal aus. Wissenschaftler vermuten für die Prostatavergrößerung ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen. Einer dieser Ursachen ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine hormonelle Veränderung.

Prostatabeschwerden

Fakt ist, dass die Prostatavergrößerung zu Probleme führen kann, aber nicht muss. So gehen Urologen davon aus, dass viele Männer eine vergrößerte Prostata haben, jedoch nicht unter Beschwerden leiden. Schätzungen zufolge sind es aber immerhin ein Drittel der Männer, die unter Symptomen einer gewachsenen Prostata leiden.

Typische Beschwerden aufgrund einer vergrößerten Prostata sind:

  • verstärktes Wasserlassen
  • Harndrang
  • häufigeres, nächtliches Wasserlassen
  • ein vergleichsweise schwacher Harnstrahl
  • verzögerter Harnstrahl, verzögerte Blasenentleerung
  • Harnstottern oder gar Tröpfeln
  • unvollständige Blasenentleerung (kurze Zeit später, nicht durch übermäßige Flüssigkeitszufuhr verursachter, erneuter Drang zur Blasenentleerung
  • Ausbleiben des Gefühls der Blasenentleerung

Ab dem 45. Lebensjahr erstatten Krankenkassen für Männer eine Vorsorgeuntersuchung der Prostata. Sollten Sie unter einem dieser Symptome leiden, empfiehlt sich ein Gespräch mit Ihrem Hausarzt oder einem Urologen.

Prostatabeschwerden behandeln

Die jährliche Vorsorgeuntersuchung ist elementar. Nur so können Veränderung frühzeitig erkannt und ggf. behandelt werden. Da bösartige Veränderungen der Prostata nach Lungenkrebs am zweithäufigsten bei Männern diagnostiziert wird, sollte die Untersuchung zum Pflichtprogramm ab dem 45. Lebensjahr gehören, zumal es sich in den allermeisten Fällen um eine gutartige und gewissermaßen natürliche Vergrößerung der Prostata handelt.

Prinzipiell gibt es drei Behandlungsmethoden:

  1. regelmäßig Kontrolle der Prostatagröße
  2. medikamentöse Behandlung
  3. operative Behandlung

Besonders wenn bereits Symptome einer vergrößerten Prostata vorhanden sind, sollte unbedingt ein Urologe konsultiert werden. Der kann durch gezielte Rückfragen und Untersuchungen die Ursachen der Beschwerden eingrenzen und eine sinnvolle Therapie empfehlen.

Prostatabeschwerden vorbeugen

Die beste Vorbeugung ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Es gilt das Sprichwort “Gefahr erkannt, Gefahr gebannt”. Weitere Vorsorgemaßnahmen sind wissenschaftlich nicht belegt. Sinnvoll ist jedoch eine gesunde Lebensführung. Dazu gehören neben der Vermeidung von Stress, übermäßigem Alkoholkonsum und einem Leben als Nichtraucher auch ausreichend Schlaf. Zudem ist auch eine ausgewogene Ernährung wichtig. Erste Hinweise auf den positiven Einfluss von Zink geben Studien zu Prostata und Zink.