Zink gehört zu den besonders wichtigen Mineralstoffen und wird von fast allen Körperzellen benötigt. Das Mineral findet sich darüber hinaus in den Organismen von Pflanzen und Tieren.

Welche Rolle spielt Zink im menschlichen Körper?

Zink wird im menschlichen Körper zu den lebensnotwendigen Spurenelementen gezählt. Da der Körper Zink nicht selbst herstellen kann, ist eine Zufuhr von Zink über die Nahrung von großer Bedeutung.

Insgesamt benötigen etwa 300 Enzyme das Mineral Zink, um richtig arbeiten zu können. Damit ist Zink an zahlreichen Vorgängen im menschlichen Körper, darunter etwa Stoffwechselvorgänge, beteiligt. Beispielhaft seien hier genannt

  • der Abbau und die Produktion von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten

Durch diese Aufgabe

  • wirkt sich Zink zudem auf die Haut aus,
  • kann die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen und
  • den Säure-Basen-Haushalt im Blut regulieren.

Auswirkungen ergeben sich ebenfalls auf

  • die Augen,
  • den Geschmackssinn und
  • die Hormone, wie etwa das Insulin, die Schilddrüsen- oder Wachstumshormone.

Der Zinkbedarf ist abhängig von Alter und Geschlecht

Zinkbedarf von Männern

Männer ab 15 Jahren benötigen täglich etwa zehn Milligramm Zink.

Zinkbedarf von Frauen

Bei Frauen ist der Zink-Bedarf mit sieben Milligramm pro Tag etwas geringer als bei Männern.

Zinkbedarf von Kindern

Kinder und Säuglinge benötigen weniger Zink. Bis zu einem Alter von vier Monaten sollte täglich ein Milligramm Zink zugeführt werden, von vier bis zwölf Monaten sind zwei Milligramm empfehlenswert.

Zinkbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit

Der Zinkbedarf von Frauen steigert sich in der Schwangerschaft. Ab dem vierten Monat wird Schwangeren eine tägliche Zinkaufnahme von zehn Milligramm empfohlen und in der Stillzeit sollten es sogar elf Milligramm täglich sein.

Wie können wir Zink aufnehmen?

Die tägliche Versorgung mit Zink erfolgt idealerweise über eine ausgewogene Ernährung. Zinkhaltige Lebensmittel sollten daher stets auf dem Speiseplan stehen.

Vor allem in tierischen Lebensmitteln sind höhere Zinkmengen enthalten. Diese kann der Körper zudem besser verarbeiten als Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln.

Ist der zugeführte Zinkanteil zu gering, können auch Zinktherapeutika eingenommen werden. Bei einem leichten Zinkmangel können rezeptfreie Zinkpräparate ohne Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden. Sollen diese über einen längeren Zeitraum zur Anwendung kommen oder in höheren Dosierungen, sollte der Arzt darüber informiert werden.

Einen sehr hohen Zinkgehalt weisen

  • Innereien wie Leber (Kalb, Schwein, Rind),
  • Meeresfrüchte (z.B. Austern),
  • Roggen- und Weizenkeimlinge,
  • Weizenkleie und
  • Sonnenblumenkerne auf.

Einen hohen Zinkanteil haben

  • Garnelen,
  • Käse (Emmentaler, Edamer, Gouda)
  • Haselnüssen,
  • Mais,
  • Gans und
  • Truthahn.

Eher gering ist der Anteil in

  • Huhn,
  • Gemüse,
  • Joghurt,
  • Kartoffeln,
  • Obst und
  • Milch.